Waldorf Weltweit Freie Waldorfschule Erlangen

Das Lehrerkollegium

An der Freien Waldorfschule Erlangen arbeiten ca. 64  Lehrerinnen und Lehrer mit sehr verschiedenen beruflichen und privaten Biographien. Neben Vollzeitkräften, beschäftigen wir auch viele Teilzeitkräfte. Um in Bayern an einer Waldorfschule unterrichten zu können, bedarf es einer staatlichen Genehmigung, für die ein pädagogisches Studium oder eine sonstige anerkennungsfähige pädagogische Ausbildung Voraussetzung ist. Dazu können Lehrerseminare, auch berufsbegleitend,  besucht oder ein Fernstudium abgeschlossen werden.  An unserer Schule ist es üblich, während der ersten zwei Schuljahre als Lehrer/in  einen erfahrenden  Mentor zur Seite gestellt zu bekommen.

Das Kollegium der FWE hat sich zu einem regelmäßigen Besuch von Fortbildungsmaßnahmen in Form von Seminaren im Haus oder außerhalb verpflichtet, um sich kontinuierlich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen der allgemeinen Erziehungswissenschaft und der Waldorfpädagogik auseinander zu setzen und weiter zu bilden.

 Allen Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam ist der Anspruch an einen Unterricht, der die Entwicklung des Kindes in den Mittelpunkt stellt. Rudolf Steiner spricht in seinem Werk „Erziehungskunst" vom Lehrer als einem Mensch der Initiative im großen und kleinen Ganzen, der Interesse haben muss für alles, was in der Welt ist. Der Lehrer soll keine lehrende Maschine sein, sondern eine freie, selbstständige  und wahrhaftige Lehrperson (Rudolf Steiner. Erziehungskunst. Methodisch-Didaktisches. GA618, S. 225 ff). Jede Lehrerin und jeder Lehrer sollte sich selbst als Erziehungskünstler verstehen, die/ der seinen Unterricht in einem eigenen kreativen Prozess gestaltet. Dadurch ist es der Lehrkraft möglich, sich intensiv mit dem Unterrichtsstoff zu beschäftigen, sich damit auseinanderzusetzen und zu verbinden. Damit ist jede Lehrerin und jeder Lehrer zugleich auch immer selbst eine (Weiter) Lernende(r).

Der sogenannte Waldorflehrplan gibt für den Unterricht die Eckpunkte vor. Innerhalb dieses Rahmens hat die einzelne Lehrkraft in der Gestaltung ihres Unterrichtes viel Spielraum und kann die Unterrichtsinhalte sowie die Wissensvermittlung  auf die jeweiligen Erfordernisse und dem Entwicklungsstand der Klassengemeinschaft und der einzelnen Schülerinnen und Schüler  abstimmen.